25.02.2019

Tagungsbericht: Patient, Arzt, Big Data – wer definiert Gesundheit?

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Projekte

18.03.2019

Empfehlungen zur Nachwuchsförderung in der akademischen Medizin

Die SAMW setzt sich für Nachwuchsförderung in der akademischen Medizin ein. Eine breit abgestützte Arbeitsgruppe hat die bestehenden Instrumente zur Förderung des akademischen Nachwuchses an den Universitätsspitälern evaluiert. Der heute veröffentlichte Bericht fasst die Vorschläge zur Stärkung und Verbesserung des aktuellen Angebots zusammen.

Insbesondere hat sich gezeigt, dass das umfangreiche, aber heterogene und verstreute Unterstützungs- und Ausbildungsangebot besser strukturiert und gebündelt werden muss. Um den Zugang zu bestehenden Instrumenten zu erleichtern, empfiehlt die Arbeitsgruppe u. a. die Schaffung eines Webportals, das jungen klinisch Forschenden einen direkten Zugang zu den vorhandenen Ressourcen bietet. Dieses Portal soll bis Mitte 2020 lanciert werden. Mehr erfahren Sie in den Empfehlungen und auf unserer Website.

Nachwuchsförderung in der klinischen Forschung – bestehende Instrumente und Bedarf PDF

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Akademie

18.03.2019

Kritik an der Initiative «Tier- und Menschen-Versuchsverbot»

Die eidgenössischen Volksinitiative «Ja zum Tier- und Menschenversuchsverbot» vom 18. März 2019 sieht ein Verbot von Tierversuchen und klinischen Studien mit Menschen vor. Die Initiative gefährdet den wissenschaftlichen Fortschritt, die akademische Ausbildung und die medizinische Versorgung in der Schweiz erheblich.

Eine Annahme der Volksinitiative würde die Grundlagen- und die angewandte Forschung behindern und die klinische Forschung mit Patientinnen und Probanden ausschliessen, wenn das untersuchte Medikament auf Tierversuchen basiert. Auch die Auswirkungen auf die medizinische Versorgung wären massiv, die Schweizer Bevölkerung (und die Tiermedizin) müsste auf viele Medikamente oder Behandlungen verzichten. Die heute geltenden Rechtsvorschriften sind angemessen und sehen vor, dass Tierversuche auf das Wesentliche beschränkt werden müssen, wobei immer der Einsatz alternativer Methoden bevorzugt wird.

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Publikationen

11.03.2019

Bulletin 1/2019: Auf dem Weg zu einem neuen Gesundheitspakt?

«Wie beim Klimaschutz liegen genügend Daten vor, die zeigen, dass sich im Schweizerischen Gesundheitswesen etwas ändern muss», schreibt unser Präsident Daniel Scheidegger im Editorial des aktuellen SAMW Bulletins. Er und der Autor des Schwerpunktartikels Charles Kleiber werfen einen schonungslosen Blick auf unser Gesundheitswesen und fordern vor allem Eines: einen Veränderungsprozess mit Einbezug der Bevölkerung.

Weitere Themen im Bulletin 1/2019 sind Empfehlungen zur Ethikausbildung für Gesundheitsfachpersonen, die harmonisierte Vorlage Generalkonsent und das Förderprogramm «Young Talents in Clinical Research». Laden Sie das Bulletin hier herunter oder bestellen Sie ein gedrucktes Exemplar im Menü «Publikationen».

1/2019: Zukunft des Gesundheitswesens: Auf dem Weg zu einem neuen Gesundheitspakt? PDF

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Ethik

06.03.2019

Finanzierung medizinischer Leistungen im Gefängnis

Inhaftierte Personen sind im Vergleich zur Allgemeinbevölkerung häufiger von Krankheiten betroffen; oft handelt es sich um ansteckende Krankheiten. Diese bergen nicht nur für die Inhaftierten, sondern auch für Drittpersonen ein gesundheitliches Risiko. Die SAMW fordert deshalb in einer Stellungnahme, dass die Gesundheitsversorgung im Freiheitsentzug – von wenigen Ausnahmen abgesehen – kostenfrei sein muss.

Eine gute Gesundheits­versorgung inhaftierter Personen schützt auch Mithäftlinge, Gefängnispersonal und Besucher. Dass Gesundheitskosten zunehmend auf die Inhaftierten überwälzt werden, beobachtet die Zentrale Ethikkommission (ZEK) der SAMW mit Sorge. Sie formuliert in einer Stellungnahme fünf Forderungen, die vom Zentralvorstand der FMH und vom Vorstand der Konferenz Schweizerischer Gefängnisärzte unterstützt werden.

Stellungnahme der Zentralen Ethikkommission (ZEK) der SAMW zur Finanzierung medizinischer Leistungen im Gefängnis / 15.2.2019 PDF

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Publikationen

04.03.2019

Neue Empfehlungen: Ethikausbildung für Gesundheitsfachkräfte

Im klinischen Alltag sind Gesundheitsfachpersonen oft mit ethisch herausfordernden Situationen konfrontiert. Die SAMW will mit ihren Empfehlungen zur Ethikausbildung von Gesundheitsfachpersonen dazu beitragen, dass die Bearbeitung ethischer Fragestellungen im medizinischen Alltag gelingt.

Der Ethikausbildung kommt eine doppelte Bedeutung zu: einerseits, damit ethisch sensible Situationen überhaupt als solche erkannt werden und andererseits, um angemessene Handlungsoptionen zu entwickeln. Die SAMW-Empfehlungen beschreiben die Inhalte einer fundierten Ethikaus- und Weiterbildung und bieten einheitliche Grundlagen für alle Gesundheitsfachpersonen. Sie sind deutsch, französisch, italienisch und englisch als Download verfügbar und können auch kostenlos gedruckt (d/f) bestellt werden.

Empfehlungen: Ethikausbildung für Gesundheitsfachpersonen (2019) PDF

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Akademie

28.02.2019

Im Andenken an unseren ehemaligen Präsidenten Ewald Weibel

Ewald R. Weibel, ein Grand Seigneur der schweizerischen Wissenschaft und Wissenschaftspolitik, und prägende Figur der SAMW, ist von uns gegangen. Er bleibt uns als Mensch, als akademischer Lehrer, als Mentor, als scharfsinniger Forscher und als integrer Geist in Erinnerung.

Als Präsident von 1997 – 2000, als Vizepräsident in den Jahren 2000 bis 2004 und ab 2004 als Einzel- und Ehrenmitglied des Senats hat Ewald Weibel die SAMW bis heute ganz wesentlich gestaltet und mitgeprägt. Erfahren Sie mehr im Nachruf auf unserer Website.

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Ethik

22.02.2019

Generalkonsent: gemeinsame Vorlage der Unispitäler ist online

Mit dem Generalkonsent (GK) können Personen, die im Spital behandelt werden, in die Weiterverwendung ihrer Daten und Proben für Forschungsprojekte einwilligen. Die SAMW und die Schweizerischen Ethikkommissionen (swissethics) hatten 2017 eine erste harmonisierte Vorlage veröffentlicht. Unterdessen setzen die fünf Universitätsspitäler eine weiterentwickelte, gemeinsame Vorlage GK ein. Diese steht ab heute online zur Verfügung.

Die heute veröffentlichte harmonisierte Vorlage GK wurde 2018 unter der Federführung von unimedsuisse, Universitäre Medizin Schweiz, erarbeitet, anschliessend von den fünf Universitätsspitälern und vom swissethics-Vorstand gutgeheissen und genehmigt. Der harmonisierte GK enthält eine verständliche Information für Patientinnen und Patienten, wie ihre Daten in der Forschung verwendet und ihre Rechte dabei geschützt werden. Für die Forschenden bietet der harmonisierte GK eine einheitliche Lösung für multizentrische Projekte innerhalb der Schweiz. Weitere Spitäler sind eingeladen, die Vorlage zu übernehmen. Das Dokument steht in deutscher, französischer, italienischer und englischer Sprache auf der Website von unimedsuisse zur Verfügung.

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Akademie

05.02.2019

Das SPHN verstärkt die internationale Zusammenarbeit

Das Swiss Personalized Health Network (SPHN) trägt zur Entwicklung, Implementierung und Validierung einer Infrastruktur bei, um gesundheitsrelevante Daten in der Schweiz für die Forschung interoperabel und gemeinsam nutzbar zu machen. Zwei Jahre nach seiner Lancierung wurde das SPHN gestern von der «Global Alliance for Genomics and Health» in eine Gruppe bedeutender Initiativen aufgenommen, die eine verantwortungsvolle Forschung auf dem Gebiet der Genomik und der personalisierten Gesundheit ermöglichen wollen.

Die Global Alliance for Genomics and Health (GA4GH) ist ein internationales Non-Profit-Bündnis mit dem Ziel, Forschung und Medizin zu stärken, um die Gesundheit zu verbessern. Die Zusammenarbeit im Rahmen der GA4GH ermöglicht es dem SPHN, globale Aktivitäten mitzugestalten und zur Entwicklung internationaler Rahmenbedingungen und Standards beizutragen. Das SPHN bleibt jedoch eine nationale Initiative, die den Datenaustausch für Forschungszwecke in der Schweiz erleichtern soll. Mehr Informationen finden Sie im heute veröffentlichten Newsletter.

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